Die Treibhausgasbilanz für das Stadtgebiet von Lippstadt wird regelmäßig erhoben. Dabei werden der Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen den Sektoren Industrie, GHD (=Gewerbe, Handel und Dienstleistungen), kommunale Einrichtungen, Verkehr und Privathaushalte zugeordnet.
Methodik
Für die Bilanz wurde die bundeseinheitliche Bilanzierungsmethodik nach BISKO verwendet. Es werden alle im betrachteten Territorium anfallenden Verbräuche auf Ebene der Endenergie (Energie, die zum Beispiel am Hauszähler gemessen wird) berücksichtigt und den verschiedenen Verbrauchssektoren zugeordnet. Über spezifische Emissionsfaktoren werden dann die Treibhausgas-Emissionen (=THG-Emissionen) berechnet. Mit dieser Methodik werden ca. 80% der Treibhausgasemissionen in Deutschland erfasst.
Graue Energie, die beispielsweise in konsumierten Produkten steckt, sowie Energie, die von Bürger*innen außerhalb des Gebiets der Kommune verbraucht wird, fließen nicht in die Bilanz mit ein.
Die BISKO-Bilanzierung enthält ebenfalls keine nicht-energetischen Emissionen. Dazu zählen z.B. Methan- und Lachgasemissionen in der Landwirtschaft, Emissionen aus der Abfallwirtschaft und Treibhausgasfreisetzungen durch Landnutzung, Landnutzungsänderung sowie Forstwirtschaft.
Die Bilanz dient vor allem als Mittel der Selbstkontrolle. Vergleiche zu anderen Kommunen sind problematisch, da regionale und strukturelle Unterschiede hohen Einfluss auf die Endenergieverbräuche und damit die THG-Emissionen von Kreisen und Kommunen haben.
Zum Nachlesen: BISKO Methodenpapier