Die Treibhausgasbilanz für das Stadtgebiet von Lippstadt wird regelmäßig erhoben. Besonders anschaulich lassen sich die Emissionen darstellen, wenn sie auf die Einwohnerzahl umgerechnet werde, sodass man Pro-Kopf-Werte erhält.
Das Umweltbundesamt sagt: Ein eindeutiger Wert, wie viele Treibhausgasemissionen pro Person sich dabei dauerhaft mit dem Ziel von Klimaneutralität vereinbaren lassen, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Die Menge ist abhängig von der Entwicklung der Weltbevölkerung sowie davon, wie viele zusätzliche natürliche und technische Senken weltweit realisiert werden können. Nach aktuellem Stand des Wissens kann davon ausgegangen werden, dass der Zielwert bei deutlich unter 1 t CO2e pro Person und Jahr liegen muss, damit netto-null Emissionen realisiert werden können.
Methodik
Für die Bilanz wurde die bundeseinheitliche Bilanzierungsmethodik nach BISKO verwendet. Die mit BISKO ermittelten Pro-Kopf-Emissionen sind tendenziell geringer als die realen Pro-Kopf-Emissionen, da die BISKO-Methodik keine graue Energie berücksichtigt, die beispielsweise in konsumierten Produkten steckt. Auch Energie, die von Bürger*innen außerhalb des Gebiets der Kommune verbraucht wird, fließt nicht in die Bilanz mit ein. Die BISKO-Bilanzierung enthält ebenfalls keine nicht-energetischen Emissionen. Dazu zählen z.B. Methan- und Lachgasemissionen in der Landwirtschaft, Emissionen aus der Abfallwirtschaft und Treibhausgasfreisetzungen durch Landnutzung, Landnutzungsänderung sowie Forstwirtschaft. Insgesamt werden mit der BISKO-Methode schätzungsweise ca. 80% der Emissionen erfasst.
Zum Nachlesen: BISKO Methodenpapier